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Kurz vor Ostern

Heute, eine gute Woche vor Ostern, lag die neue Fischertechnik-Fanclub-Zeitschrift im Briefkasten. Neben den üblichen Produktneuheiten fand sich in dieser Ausgabe zur Abwechslung mal eine Bauanleitung, zu der nicht zwingend die neuesten ft-Kästen oder enorm viele Bauteile daraus Voraussetzung sind: eine Ostereieranmalmaschine. Ganz einfach – mit vier Reifen, die das Ei drehen, einigen wenigen Zahnrädern und Motor war das das ideale Zwischendurch-Projekt. Und weil K2 so begeistert war, haben wir gleich noch einen Stifthalter samt Handantrieb hinzukonstruiert – nicht elegant, aber durchaus funktional…

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Was fährt denn da?

Heute war Fischertechnik-Tag. Ich verstehe zwar nicht, nach welchen Mondphasen oder Jahreszeiten sich die Fischertechnik-Begeisterung unserer Kinder an- oder abschaltet, aber heute war sie bei beiden nach wochenlanger Abstinenz mal wieder voll da. K2 hat erst den Rohrleger aus dem Pneumatikkasten zerlegt, um dann in stundenlanger Kleinarbeit den Pneumatikbagger fast selbstständig zusammenzufrickeln. Lediglich beim Verlegen der Schläuche und beim Verstehen einer Explosionszeichnung hat er Hilfe gebraucht, sodass ich nicht weiß, was mich mehr beeindruckt: sein Geschick und technisches Verständnis oder sein Durchhaltevermögen, für das er vermutlich mit Hornhaut an den Fingern bezahlt…

Fischertechnik Mini Bots Rennstrecke
Fischertechnik Mini Bots Rennstrecke

K1 hat zu Weihnachten die Mini Bots bekommen. An sich entstehen aus dem Baukasten verschiedene knuffige Fahrroboter, die für meinen Geschmack jedoch zu wenig abwechslungsreich daherkommen. Dass Mädchen (zumindest dieses eine) aber ohnehin eine ganz andere Herangehensweise an (Fischer-)Technik haben, hat sich heute wieder deutlich gezeigt. Während es K2 wichtig ist zu verstehen, warum der Bagger bzw. der Fahrroboter das so macht, wie er es macht, lotet K1 die Grenzen der Technik beim Spielen aus. Und so entstand aus Wachsmalkreide und Zeitungsendrolle eine meterlange Fahrstrecke mit Abzweigungen, bei denen sich Botti teils die Wege per Zufall suchen durfte und teils mit weißem Papier zum „Weichenstellen“ gelenkt wurde.

Spaß hatten sie an dem verregneten Vormittag beide – und damit steht jetzt erstmal wieder das Lego-Technik von Weihnachten in der Ecke 🙂

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Nüffe? Welfe Nüffe?

Nüffe? Welfe Nüffe? Copyright völlig unbekannt.
Nüffe? Welfe Nüffe? Copyright völlig unbekannt.

Nachdem wir in diesem Herbst von Walnüssen überschwemmt werden (soll wohl einen Jungs-Überschuss bei den Geburten im Folgejahr vorhersagen, so ein Spaziergänger, der uns beim Sammeln bequatscht hat), müssen Verwertungseinfälle her. Die ersten Tüten landen frisch geschält in der Tiefkühltruhe und lassen sich von dort direkt für Kuchen & Co. einsetzen. Nachdem gleichzeitig auch Unmengen an Boskoop-Äpfel reif wurden, haben wir uns zunächst für den Gestürzten Walnuss-Apfelkuchen entschieden. Aber selbst die gefräßigste Familie und das ausgehungertste Kollegium hat irgendwann davon genug und so bin ich auf zwei alternative Rezepte gestoßen, die ganz ohne Kuchen und dafür fast nur mit Walnüssen auskommen:

„Gebrannte“ Walnüsse

Nach Art von gebrannten Mandeln heizt man eine beschichtete Pfanne vor und gibt die Nüsse dazu. Über die Nüsse verteilt man eine sirupartige Flüssigkeit bestehend aus Zucker, Zimt und etwas Wasser. Bei ordentlicher Anfangshitze, die man im weiteren Verlauf reduzieren kann, röstet man die Nüsse unter laufendem Wenden gute fünf bis acht Minuten. Wenn die Zuckerschicht (die meiner Meinung nach auf keinen Fall so dick wie bei gebrannten Mandeln sein darf, sondern nur sehr dünn und gerade rundherum sichtbar) gut karamelisiert ist, lässt man die Walnüsse auf einem Backpapier auskühlen und verjagt hungrige Familienmitglieder, denn sonst ist bald nix mehr übrig.

Geröstete Rosmarin-Walnüsse

Mit ein wenig Öl wird wieder eine beschichtete Pfanne vorgeglüht und die Walnüsse darin geröstet. Während des Röstens gibt man Salz, Chiliflocken und Cayennepfeffer (letzteres mit Vorsicht und je nach Geschmack) hinzu. Beim Rosmarin (getrocknet und gerebelt) darf es dafür etwas mehr sein. Mit dem Rösten nicht zu früh aufhören, denn gerade das erzeugt einen leckeren Geschmack nebst knackiger Textur. Am Ende kommt ein leckerer, salziger Snack für Zwischendurch heraus.

Und die Walnussschalen lassen sich – in kleine Päckchen aus Brötchentüten gepackt – wunderbar zum Anschüren des Kachelofens verwenden, auf dem dann die in Scheiben geschnittenen Boskoop gedörrt werden…

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Zeitnah mache ich gar nichts

clock-708187_640[1]Auf eingehende Mails antworte ich zumeist recht schnell. Mir aufgetragene Aufgaben erledige ich (fast alle) rechtzeitig. Wenn’s jemand eilig hat, kümmere ich mich bald, vielleicht sogar baldmöglichst um sein Problem. Vieles ist dann umgehend erledigt. Für manche Sachen fehlt mir aber die Zeit und die Lust, mich schnell damit zu befassen. In den meisten Fällen reagiere ich jedoch prompt, arbeite fix und werde zügig fertig.
Eines kann man jedoch nicht von mir verlangen: etwas zeitnah zu erledigen. Zeitnah ist mein persönliches Unwort des vergangenen Schuljahres und bei jeder Mail, in der ich gebeten werde, zeitnah zu reagieren, sträuben sich mir die Nackenhaare während gleichzeitig die Aversion gegen den per Mail Bittenden ungeahnte Ausmaße erreicht.

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Frühling? Jetzt!

Es ist vollbracht! Nachdem ich den geeigneten Termin in den letzten beiden Jahren jeweils verpennt habe, ist es uns in diesem Jahr endlich mal wieder gelungen, rechtzeitig Tomatensamen in die Erde zu bringen! Besonders stolz bin ich darauf, dass ich vorher auch noch rechtzeitig beim Samenarchiv Bohl die passenden Sämereien bestellt und auch noch zum richtigen Zeitpunkt erhalten habe – wenn das mal kein Zeitmanagment ist. Der Aufwand einer Bestellung beim Samenarchiv (nix online, nur Geld oder Scheck samt Bestellung in einem echten, analogen Brief) ist dank der einmaligen Auswahl dort absolut vertretbar. Und nachdem ich dem Brief auf dem Hinweg noch ein Päckchen Hokaido-Samen vom letzten Jahr beigelegt habe, hat Herr Bohl mir zwei Tütchen Tomatensamen als Tauschobjekt beigelegt. In die Erde gekommen sind am 1. März:

  • Rote Stabtomate Calabacito Rojo „Hellrot, klein, gerippt, süßaromatisch“, „spaßige Gartensorte“
  • Buschtomate Almut „Rote und sehr ertragreiche Freiland-Buschtomate“
  • Rote Stabtomate Hybrid-2 Tarasenko „mit vollkommen durchgefärbte, fast dunkelroten Früchten“, „samenfest, keine Hybride!“
  • Stabtomate Abraham Lincoln „großfruchtige, an den Schultern etwas gerippte, doch eher glatte und platte, süßmild schmeckende … Frucht“
  • Rote Stabtomate Agora „Große, sehr feste und schöne rote Stabtomate aus Frankreich.“

Die teils blumigen Beschreibungen stammen ebenfalls aus dem Samenarchiv, genauer aus dem – mittlerweile auch digital erhältlichen – „Sortenbuch„, das einen mit dermaßen vielen Tomaten-, aber auch anderen Gemüsesorten erschlägt, dass die Auswahl unglaublich schwer fällt.

Jetzt müssen sie nur noch aufgehen und das Wetter draußen dann auch mitspielen…

Tomaten im Plastikhäuschen, dazwischen die Schulkresse von K1
Tomaten im Plastikhäuschen, dazwischen die Schulkresse von K1
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Eichhörnchenfutterkasten

K2 hat sich beim letzten Besuch der Stadtbücherei ein Buch über Eichhörnchen mitgebracht. Eichhörnchen entdecken! (Link zu Amazon) hieß es und enthält allerhand possierliche Fotos und Geschichten rund um ein paar Eichhörnchen, die den Autor regelmäßig bis in seine Wohnung hinein besuchen. Unter anderem ist im Buch auch eine Futterbox für Eichhörnchen abgebildet mit deren Hilfe man – so man dem Buch glauben möchte – regelmäßigen Besuch der Nager im Garten bekommen würde.
Nun rennen bei uns schon immer zwei, drei Eichhörnchen durch den Garten und erfreuen sich insbesondere im Herbst an den Walnüssen. Wirklich regelmäßig kommen die flinken Tiere allerdings nie vorbei – was vielleicht auch ein wenig unserer Katze geschuldet ist, die sie mit großer Begeisterung bis in die Wipfel der Bäume und Büsche verfolgt. Nachdem K1 ohnehin gerne viel Zeit mit dem Ausprobieren seines Werkzeugkastens verbringt, haben wir uns an einem Nachmittag im Herbst an den Bau einens Futterkastens für Eichhörnchen gemacht. Neben ein paar Resten von OSB-Platten und einigen dünnen Ästen einer Hasel hat’s nur noch Ringschräubchen und etwas Draht für das improvisierte Scharnier des Deckels gebraucht. Aufgehängt haben wir den Kasten sichtgünstig an einer Hainbuche, sodass wir das Geschehen direkt vom Esszimmer aus beobachten können.
Und tatsächlich – die ersten 14 Tage ist schlicht gar nichts passiert (sieht man mal von dem Plüschhörnchen ab, das mir die Kinder stolz am Abend auf einem Foto präsentiert haben und auf das ich tatsächlich erstmal reingefallen bin). Mittlerweile – ein paar Wochen später – haben zwei Eichhörnchen das Futterhaus für sich entdeckt und kommen regelmäßig, meist einmal am Tag vorbei (jedoch nie gleichzeitig, da beginnt dann das gleiche Spiel wie mit der Katze nur ohne die Katze).

Eichhörnchenkasten
Reger Besuch am Eichhörnchenfutterkasten (die miese Bildqualität bitte ich zu entschuldigen)

Zur Zeit sind Eichhörnchenfutterkästen offensichtlich on vogue, denn es vergeht keine Woche, in der nicht in einem Bau- oder Gartenmarkt fertige Häuschen angeboten werden – wobei sich die ganze Familie natürlich darüber einig ist, dass die Kaufhäuschen keinesfalls auch nur annähernd mit dem minimalistischen Design des Selbstbastelkastens mithalten können…