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Alles, was ich über Braunfäule an Tomaten zu wissen glaubte…

Tomatenernte 2013
Tomatenernte 2013

… ist nach der heurigen Ernte reichlich obsolet. Nachdem ich mich nach dem völlig verregneten Frühsommer kaum mehr um meine Tomatenpflanzen (teils selbstgezogen, teils von der netten Nachbarin) gekümmert hatte (Diagnose war ganz klar: alles für die braune Tonne), ernten wir mittlerweile jeden Tag ein stattliches Salatsieb voll. Geschmacklich können sie mit voll sonnengereiften Exemplaren vom letzten Jahr zwar nicht mithalten, das mag aber vielleicht auch an den Sorten liegen. Wie jedes Jahr sind auch heuer beim Auspflanzen sämtliche Sortenstecker, -kleber und -schildchen wild durcheinander gekommen und es ist daher völlig undurchschaubar, wo wessen oder welche Sorten wachsen.
Nichtsdestotrotz: Keine einzige Pflanze weist irgendwelche Anzeichen von Braunfäule auf – vielleicht sollte man Tomaten generell extrem lieblos behandeln und reichlich von oben auf die Blätter wässern?!?

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Merke (Systembetreuung für Einsteiger):

PS/2-Anschluss - aus: commons.wikimedia.org
PS/2-Anschluss – aus: commons.wikimedia.org
Schließt man am Schulserver, der am letzten Schultag mit nach hause gewandert ist um dort für die Zukunft ertüchtigt zu werden, an beiden PS/2-Anschlüssen eine Tastatur an, statt wie vorgesehen eine Tastatur und eine Maus, startet der Server wunderbar ins BIOS und auch der externe RAID-Controller lässt sich prima managen. Jeder weitere Boot-Versuch z.B. über eine beliebige Start-CD unterbleibt aber und hinterlässt einen grauen Bildschirm. Daran ändert auch stundenlanges Warten auf das RAID-Resync nichts – dafür hat man umso mehr Zeit zum Kaffeetrinken.

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Erdbären

Dank des Mistwetters am Wochenende seit Jahren mal wieder dazu gekommen, Erdbeermarmelade zu kochen. Zugegeben, sooo ein großer Aufwand isses eigentlich nicht, aber bei strahlendem Sonnenschein fällt die Auswahl zwischen Küche und Garten zumeist für letzteren aus. Die Erdbeeren sind auch nur gekauft und nicht etwa selbstgepflückt oder gar selbstangebaut. Dafür gab’s als Experiment statt dem üblichen 3:1-Gelierzucker heuer mal die Spezialvariante speziell für Erdbeer-Konfitüre. Ob und wo da genau der Unterschied zum normalen Einmachzucker ist, erschließt sich mir weder bei der Lektüre der Verpackung noch nach dem Probieren des fertigen Produkts, aber egal: schmecken tut’s!

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Hochwasser 2013

Alle reden über das Wetter – ich auch!
Heute morgen gleich nach dem Frühstück mussten wir mit K1 und K2 den örtlichen Bach, der auf den wenig poetischen Namen Kützberger Bach hört, besuchen. Bereits beim Frühstücksbrötchengang zum Bäcker war der Dauerregen zum Ende des meteorologischen Frühjahrs Thema Nr. 1 – kein Wunder, noch nie rauschten die Kanaldeckel schöner bzw. lauter als heute.
Die üblichen Hochwasserbilder dürfen natürlich nicht fehlen. Der geneigte Betrachter möge sich vor Augen halten, dass diese wenig dramatisch anmutenden Bilder einen Bach zeigen, der normalerweise maximal 50 Zentimeter breit und 30 Zentimeter tief ist. Darüber hinaus mussten am gegenüberliegenden Ufer kurz vor den Aufnahmen ein Dutzende Hühner vor den anflutenden Wassermassen aus ihrem Stall evakuiert werden – ganz ohne THW und Co. 🙂

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Das Hotel am Rande des Balkons

Das kommt heraus, wenn man für K2, der bereits seinen ersten eigenen Hammer verschlissen hat, sinnvolle Beschäftigungen mit der Obi-Neuanschaffung sucht. Generell wird auf allem herumgedroschen, was in der Nähe liegt – Steine, getrocknete Baumpilze, Holz jeder Art und ab und an auch mal auf einen Nagel, wenn die Familienpackung aus dem Gartenschuppen in greifbarer Nähe liegt. Um diese nicht ganz so sinnvolle Tätigkeit in halbwegs sinnvolle Kanäle zu lenken, haben wir im Herbst ein paar ziemlich derbe Kistchen aus alten Dachlatten und Nut-und-Feder-Brennholz gezimmert. Dank der eher groben Beschaffenheit und der nicht immer perfekten Konstruktion eignen sich die Kistchen eigentlich für… gar nichts.
Irgendwann im ausgehenden Herbst musste auch der alte Akkuschrauber als Werkzeug des Tages herhalten und so bohrten wir munter Löcher. Viele Löcher kombiniert mit sinnlosen Kistchen ergibt ein Eins-A-Insektenhotel, in dem innerhalb von drei Tagen ein guter Teil der Suiten belegt sind.

Insektenhotel nach Art des Kindes
Insektenhotel nach Art des Kindes

Leider sind die eintrudelnden Gäste der Gattung Mauerbienen etwas hektisch unterwegs und so sind fotografische Aufnahmen mit der ewig langsam fokusierenden Handykamera nur mit viel Glück zu machen. Trotzdem hier ein paar unserer VIPs. Das steinerne Penthouse wurde erst heute fertiggestellt und wird bisher mit absoluter Missachtung gestraft.

Neben den ein- und ausfliegenden Bienen ließ sich heute noch eine andere, nicht minder spannende Beobachtung tätigen: K2, der bisher eher durch ruheloses Steineklopfen hervorgetreten ist (s.o.), kann mit dem stolzen Papa lockere 20 Minuten beim kontemplativen Bienenbeobachten verbringen um sich dabei über jeden ÜbernachtungsBrut-Gast einzeln zu freuen. Auch schön!

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Duftender Boskoop, wucherndes Unkraut

Boskoop Apfel-Blüte

Heute war seit langem der erste echte™ Frühlingstag – warm, sonnig (zumindest ab Mittag) und daher dazu prädestiniert, die Zeit im Garten zu verbringen. Neben dem Pikieren der Tomatenpflänzchen (note to self: Quelltöpfchen mögen Tomaten auch dieses Jahr wieder gar nicht), dem Säen von Bantam-Mais, dem Aussetzen der Kürbispflänzchen in die Wildnis ins Freiland und der unvermeidlichen Unkrautbekämpfung (so früh im Jahr schon im Hintertreffen – geschätzte 450.000 Beikräuter auf ca. 3 Gurkenkeimlinge) gibt’s hier gerade die Obstbaumblüte zu genießen. Vorne raus wetteifert die Pflaume um die Bienen aus Nachbars Garten, während hinten raus der Boskoop dieses Jahr wieder unverschämt und tausendfach sein „Nimm mich“ in die Landschaft duftet. Einerseits toll anzusehen, andererseits steigt bereits jetzt die Vorfreude auf eine reiche Ernte im Herbst – anders als im letzten Jahr, als von dem riesigen Baum nur fünf (in Zahlen: 5!) Äpfel geerntet werden konnten. Er alterniert halt gerne, der Schöne aus Boskoop.